
Forschungsprojekt: Das
„Adolf-Hitler-Haus“,
Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf
Das Haus in der Hirschengasse 25 im 6. Wiener Gemeindebezirk hat eine besondere Geschichte: Heute ein Jugendgästehaus des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur wurde es 1931 von der Wiener NSDAP angekauft, um ähnlich wie in München ein „Braunes Haus“ für Wien zu schaffen. In den folgenden Monaten zog die Wiener Gauleitung mit zahlreichen Unterorganisationen in das Gebäude ein, das fortan den Namen „Adolf-Hitler-Haus“ trug.
Das Forschungsprojekt „'Das Adolf-Hitler-Haus', Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf'“ untersucht die bis heute verschüttete Geschichte der ehemaligen Machtzentrale und der steigenden Gewaltbereitschaft der NSDAP 1931–1933.
Mit den Erfolgen der nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland und dem Propagandafeldzug der Wiener NSDAP ab 1931 gelang es der Gauleitung unter Alfred Eduard Frauenfeld, ihre Mitgliederzahlen enorm zu steigern.
Damit ging eine zunehmende Radikalisierung der Partei einher, die sich in politisch und antisemitisch motivierten Übergriffen niederschlug – so auch in dem Viertel rund um das „Adolf-Hitler-Haus“. Weder die ständige Überwachung der Hirschengasse noch die zeitweilige polizeiliche Besetzung des Hauses konnte die Übergriffe verhindern. Im Zuge der steigenden Gewaltbereitschaft der österreichischen NSDAP und dem ab Frühjahr 1933 Aufbau terroristischer Gruppen erhielt das „Adolf-Hitler-Haus“ eine bestimmende Funktion für die Planung, Organisation und Durchführung der NS-Gewaltpolitik im Raum Wien.

Aktuelle Veranstaltungen
WERKSTATTSCHAU
Das „Adolf-Hitler-Haus“, Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf
Die Parteizentrale der Wiener NSDAP 1931–1933
Bezirksmuseum Mariahilf
Mollardgasse 8, 1060 Wien
Eröffnung: 21.10.2009, 18 Uhr
Laufzeit: VERLÄNGERT BIS 20.12.2009
Öffnungszeiten: Do 10–12, So 11–18 Uhr
+ nach Vereinbarung
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